SPONSOREN-JUBILÄUMSABEND MIT TRAINERLEGENDE HANS MEYER

Ein glanzvoller Abend mit der Trainerlegende Hans Meyer.

Die Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

Was haben der römische Feldherr Julius Cäsar und die Trainerlegende Hans Meyer gemeinsam? Von ersterem stammt der Satz: „Er kam, sah und siegte“ und auf Zweiterem traf dieser Satz nicht nur in seiner aktiven Laufbahn zu. Auch beim ersten Sponsorenabend der 1. Fußballschule Schweinfurt unterstrich er durch seine Originalität, seinem Wortwitz, seiner Schlitzohrig- und Schlagfertigkeit sowie durch seine Selbstironie, dass er sein Publikum auch heute noch in den Bann zieht und nach seinen Auftritten die Bühne als Sieger verlässt.
Eingeladen zu einem „netten Plauderabend“ mit Hans Meyer hatten die Macher der 1. Fußballschule Schweinfurt, Inhaber und Cheftrainer Wolfgang Hau, sowie Manager Bernd Hertlein aus Anlass des 20-jährigen Bestehens. Eingeladen waren die Freunde, Weggefährten und Sponsoren der 1. Fußballschule Schweinfurt und exakt 66 Gäste waren der Einladung gefolgt. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen.
Nach einer kurzen Begrüßung von Manager Bernd Hertlein übernahm Jessica Oldenburger von TV Touring die Moderation. Gewitzt entlockte sie Fußballschulen-Inhaber Wolfgang Hau, dass er „heute selbst noch manchmal ein Kindskopf ist“, dass ihm das Training mit den Kindern unheimlich Spaß macht und ihn „jung erhält.“ Wie ernst ihm jedoch die Arbeit mit den Kids ist, brachte Hau mit den Worten zum Ausdruck: „Die Lehrgänge sind keine Spaßveranstaltung. Spaß gehört zwar dazu, aber im Vordergrund steht die qualifizierte Ausbildung zum Fußballer.“
Seine Qualifizierung zum Fußballlehrer hat der Ehrengast des Abends in der ehemaligen DDR, genauer beim FC Carl-Zeiß Jena, absolviert. Heute ist Hans Meyer, dessen größter Erfolg der DFB-Pokal-Sieg mit dem 1. FC Nürnberg war, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied von Borussia Mönchengladbach und nebenberuflich Wächter der Nürnberger Kaiserburg.
Erstmals in seinem Leben sei er in Schweinfurt, stellte Meyer eingangs fest. Mit gemischten Gefühlen sei er gekommen, als er von der Location hörte: „Ein Autohaus in der Dieselstraße, da dachte ich sofort an VW.“ Der Eingangsgag kommt an, die illustre Runde lacht und freut sich auf mehr. Der nächste Gag mit Blick auf die wenigen, freien Stühle: „Bernd, die freien Plätze hättest Du sparen können, wenn Du in der Einladung geschrieben hättest Hans Meyer kommt.“
Und Hans Meyer kommt, kommt so richtig in Fahrt, als er auf sein Lieblingsthema, die Journaille, zu sprechen kommt. „Die Journalisten suchen, wühlen, wochenlang, solange bis sich jemand outet. Und dann wird das genüsslich zelebriert, breitgetreten. „Hitzelsberger hätte sich früher outen sollen, hätte sich sagen müssen, denn beleidigt werde ich vom Gegner sowieso.“ Dass sein Verhältnis zur Presse nie das beste war, unterstrich er an folgendem Bespiel: „Als wir in Rom gespielt haben, waren 10 000 Gladbachfans mit im Stadion. Wir spielen einen Mist und die Fans feiern uns dennoch. Die römische Polizei bedankt sich bei uns. Am nächsten Morgen ruft mich ein Journalist an und fragt mich: „Was sagen sie zu der Messerstecherei?” Er fragt mich nach einem Vorgang, den ich nicht kenne und der täglich mehr als fünf Mal vorkommt. Das ist journalistische Arbeit von heute.“
Meyer merkt man seine sieben Jahrzehnte nicht an. Er poltert wie ein Junger, zieht die Gäste immer mehr in den Bann.
Meyer erteilt RB Leipzig Absolution ob der vielen Fanschelten, hofft, dass sich Hector weiterentwickelt und stellt zum Abschluss des ersten Teils seines Auftritts fest: „Ich hab frei gesprochen, ich hätte Politiker werden sollen.“
Die zweiten 45 Minuten des Abends waren ein Frage-Antwortteil. Dabei erfährt man, Hans Meyer muss keine Miete bezahlen. „Die Miete zahlt der Nürnberger OB, weil ich auf die Burg aufpasse“. (Meyers Haus liegt unterhalb des Burgbergs, Anm. d. Red.). Dass Hans Meyer eine wesentlich jüngere Lebenspartnerin hat, führt er darauf zurück. „Sie hat später noch genügend Kraft um mich im Rollstuhl zu schieben.“ War es richtig von den Bayern Matthias Sammer freizustellen, will ein Gast wissen. „Klar, wer Leute wie Reschke usw. im Beraterstab hat, der braucht keinen Sammer. Und übrigens, mit dem würde ich nicht mal nach Malle fahren. Der ist so staubtrocken wie Knäckebrot.“ Meyer setzt gezielt seine Pointen. Längst ist die geplante Redezeit überschritten. Meyer kommt eben an.
Und was nimmt der „Grantler“ neben Geschenken von der 1. Fußballschule Schweinfurt, der Metzgerei Michel (bekennende Club-Fans) und der Carl Kühne GmbH Sennfeld noch mit von seinem ersten Schweinfurt-Tripp? Die Erkenntnis: „Dass es auch außerhalb Nürnbergs nette Franken gibt.“ Meyer reißt noch einen kurzen Scherz: „Ich muss mich jetzt beeilen. Sie wissen, ich habe eine junge Frau Zuhause“ und dann entschwindet der 73-jährige mit seinem dunklen Audi A6 in Richtung Nürnberg.
Bernd Hertlein dankt derweil allen Gästen für ihr Kommen. Ein besonderer Dank galt dem Hausherrn Robert Löffler für die Bereitstellung der Räumlichkeit im Opel-Autohaus, der Metzgerei Michel, der Pizzeria Ai due Galli, der Förstina Sprudel GmbH und der Tucher Brauerei, die den kurzweiligen Abend mit unterstützt haben. Der „Sponsorenabend“ wird aber nicht nur für die Gäste eine bleibende Erinnerung sein. Profitieren werden von diesem Abend auch gemeinnützige Organisationen in der Region Schweinfurt. Anstelle eines Eintritts wurde von den Gästen Geld gespendet.

Die Spendenaktion läuft noch bis Mitte November 2016.

Nähere Informationen hierzu gibt es telefonisch unter: 09721 78 78 0.